Seit 31.12.2025 ist Cordula John offiziell im Ruhestand, hat aber mit viel ehrenamtlichem Engagement weiter in der Kräwigstraße gewirkt und unter anderem unsere neue Gemeindesekretärin auf ihre Aufgaben vorbereitet. Und wie es zum Neustart am 01. April gehört, verabschiedeten wir Cordula John im Gottesdienst am 29. März und hießen Dorothée Kolbusch herzlich willkommen. Es war ein emotionaler Gottesdienst mit Segenswünschen von Pfarrerin Wiebke Reinhold, Pfarrerin Gunda Busch und den Presbyterinnen. Die Gemeinde teilte schöne Erinnerungen, es wurden auch Tränen vergossen und die Gottesdienstbesucher hatten Gelegenheit, Frau Kolbusch kennenzulernen.
Wir danken Cordula von Herzen für ihre segensreiche Zeit bei uns und wünschen ihr für ihren neuen Lebensabschnitt Gottes Segen, viele schöne Reisen und spannende Erlebnisse. Oder einfach mal das Nichtstun genießen. Und wir freuen uns, Cordula einfach so, ohne Arbeitsstress, wiederzusehen.
Dorothée Kolbusch wünschen wir einen guten Start in die neue Tätigkeit, viel Freude und gute Begegnungen mit den Menschen unserer Gemeinde. Die Bürozeiten sind unverändert, also kommen Sie doch einfach mal vorbei oder rufen Sie an!
Mit ihrem Liederabend „(Un)erhört weiblich“ eröffneten Lana Hartmann (Sopran) und Alexander Baier (Piano) die zweite Konzertreihe der „Konzertkirche Wadern“.
Für ihr Programm wählten die beiden Künstler – wie im vergangenen Jahr – nur Lieder von Komponistinnen aus. So konnten sich die Besucher an den Werken von Pauline Viradot, Josephine Lang, Luise Greger und Margret Bonds erfreuen. Leider sind diese Komponistinnen und ihre Werke heute kaum noch bekannt. Umso schöner war es, dass Lana Hartmann und Alexander Baier den Zuhörern auch die Biographien der vier Komponistinnen näherbrachten.
In der Pause bot sich den Gästen die Gelegenheit bei einem Umtrunk miteinander ins Gespräch zu kommen.
Ein besonderer Dank gilt Dieter Finkler für die Organisation und unseren Unterstützern, die wir namentlich benennen möchten: Kreissparkasse Merzig-Wadern sowie der Landesmusikrat Saar e.V.
Die Konzertreihe „Konzertkirche Wadern“ wird mit vier weiteren Veranstaltungen in diesem Jahr fortgesetzt.
Jeder lernt irgendwann die wichtigsten Namen bedeutender Komponisten kennen, da ihre Namen einen Platz im kollektiven Bewusstsein unserer Gesellschaft eingenommen haben. Es ist erstaunlich, dass es bisher ausschließlich Komponisten gelungen ist eine derartige Bedeutung zu erreichen, dass ihre Namen allgemein bekannt sind, die also auch Leute kennen, die sich wenig oder gar nicht Musik und erst recht nicht für klassische Musik interessieren. Fast jeder kennt Namen wie Ludwig van Beethoven oder Wolfgang Amadeus Mozart, egal ob Interesse für Musik gegeben ist oder nicht. Und selbst diejenigen, die sich sehr für Musik begeistern, können manchmal gar keine, oftmals nur wenige Namen von Komponistinnen benennen.
Ein Name, der es auch ins kollektive Bewusstsein unserer westlichen Gesellschaft geschafft hat ist der der Universalgelehrten Hildegard von Bingen. Das Hildegard von Bingen aber auch Komponistin war, dass wissen dagegen auch nur sehr wenige. Hildegard von Bingen ist vor allem als engagierte Äbtissin der Benediktinerinnen, als Mystikern, Schriftstellerin und Naturheilkundlerin ins kollektive Bewusstsein unserer Gesellschaft eingezogen. Dagegen ist weniger bekannt, dass ihre Sammlung Symphonia harmoniae caelestium revelationum auch eine überragende Bedeutung in der Musikgeschichte hat, da sich diese bedeutende Sammlung von geistlichen Gesängen sehr stark von den bis dahin üblichen gregorianischen Chorälen unterscheidet.
Dank Hildegard von Bingen ist belegt, dass sich seit dem Mittelalter auch engagierte Frauen mit Komposition beschäftigt haben, wenn wohl auch nachhaltig vor allem dank der Möglichkeit diese Kunst ins Klosterleben zu integrieren. Doch spätestens seit der Renaissance haben auch Frauen als engagierte Komponistinnen weiterhin die Musikgeschichte mitgeprägt. Aber ihre Namen sind heute weitestgehend unbekannt, ihre Kompositionen werden nur selten aufgeführt, obwohl die Qualität ihrer Kompositionen und deren künstlerischer Wert denen der Komponisten gleichgestellt sind.
So ist es auch kein Zufall, dass eine der ersten bedeutenden Komponistinnen auch im während der Renaissance ihn deren Ausgangsland Italien auftaucht. Die Sängerin und Lautenistin Maddalena Casulana Mezari betätigt sich in vor allem in allen wichtigen Zentren Italiens als erfolgreiche Musikerin und auch sehr erfolgreich als selbstbewusste Komponistin und Kompositionslehrerin. Ihr musikalisches Engagement führt sie bis zum Kaiserhof nach Wien. Maddalena Mezari ist eine der ersten Komponistinnen, die mit selbst komponierter weltlicher Musik an die Öffentlichkeit tritt. Maddalena Mezari hinterlässt eine Sammlung von Madrigal- und weiterer Kammermusik.
Während der Barockzeit entwickelt sich die Kompositionskunst als beliebte Beschäftigung diverser Prinzessinnen, die aufgrund ihrer Stellung die Möglichkeit haben sich auf diese Weise intensiv mit Musik zu befassen. Heute sind noch etliche Werke von Wilhelmine von Bayreuth, Amalie von Preußen oder auch Anna Amalia von Braunschweig-Wolfenbüttel bekannt, die allerdings auch nur noch sehr selten heute aufgeführt werden. So teilen auch die komponierenden Prinzessinnen das Schicksal vieler Komponistinnen, dass ihre Namen und auch ihre Werke vor allem noch in der Literatur existierten, aber nur noch sehr selten erklingen.
Soweit Frauen als Komponistinnen tätig wurden so war das lange auch nur der Fall, wenn dieselben auch sonst als Musikerinnen, oftmals als Sängerinnen, tätig waren und so die Möglichkeit hatten ihre eigenen Werke auch im Rahmen ihrer Konzerte aufzuführen. Auch wenn Frauen als Komponistinnen tätig waren und auch viele ihrer Werke zur Aufführung bringen oder verlegen lassen konnten, so sind kaum Komponistinnen bekannt, die in der Lage gewesen wären von ihrer Kompositionskunst zu leben, denn entweder waren sie durch ihre berufliche oder soziale Stellung abgesichert oder als ausführende Musikerinnen beruflich tätig.
Nachdem die Musik nach der Großen Französischen Revolution auch weit verbreitet Einzug ins Bürgertum fand, traten auch immer mehr Komponistinnen aus dem bürgerlichen Milieu ins Rampenlicht. Soweit aber heute die Namen von Komponistinnen wenigstens in den Kreisen bekannt geblieben sind, die sich sehr für klassische Musik interessieren, sind es vor allem die Namen der Frauen, die im Umfeld bedeutender Komponisten gelebt haben und deren Kompositionen heute oft in deren Schatten stehen.
Zu den bedeutendsten und bekanntesten Komponistinnen der bisherigen Musikgeschichte gehören Fanny Hensel, die Schwester von Felix Mendelssohn-Bartholdy und Clara Schumann, die Ehefrau des Komponisten Robert Schumann. Später gesellt sich noch Alma Maria Mahler-Werfel, als komponierende Ehefrau des Komponisten Gustav Mahler dazu. Während Alma Mahler-Werfel, die nach Angaben ihres letzten Ehemannes, des Schriftstellers Franz Werfel, auch ganz wunderbar Klavier spielen konnte, vor allem Lieder komponiert hat, haben sich aber Fanny Hensel und Clara Schumann über Liedkomposition und Kammermusik hinaus auch mit Orchestermusiken befasst. So hat Fanny Hensel auch Konzertouvertüren und große Chorwerke komponiert und Clara Schumann hat auch ein bedeutendes Klavierkonzert geschaffen. Und zu Lebzeiten war Clara Schumann international wesentlich bekannter als ihr Ehemann Robert Schumann, der heute zu den bekanntesten und bedeutendsten Komponisten der Epoche der Romantik gehört. Allerdings war Clara Schumann vor allem als eine der denkbar bedeutendsten Klaviervirtuosinnen weltbekannt, weniger als Komponistin, aber dank ihrer Karriere als Pianistin hatte sie auch die Möglichkeit ihre Kompositionen im Rahmen ihrer Konzerte zur Aufführung zu bringen.
Kompositionen von Fanny Hensel und Clara Schumann wurden auch schon im Rahmen vorausgegangener Konzerte in der evangelischen Kirche in Wadern aufgeführt.
Fanny Hensel war eine von vier Komponistinnen, deren Werke im Fokus des Liederabends im vergangenen Mai standen, den Lana Hartmann und Alexander im Rahmen ihres Projektes (Un)erhört weiblich vorgestellt haben. Weiterhin kamen in diesem Rahmen Lieder von Emilie Mayer, Nadia Boulanger und Florence Price zur Aufführung.
2026 haben Lana Hartmann und Alexander Baier Werke von vier weiteren Komponistinnen einstudiert. Diesmal stehen Werke von Margret Bonds, Luise Greger, Josephine Lang und Pauline Viradot auf dem Programm.
Daher bietet es sich an einen Blick auf Leben und Werk dieser Komponistinnen zu werfen. Rückblickend macht es auch Sinn Leben und Werk der vier Komponistinnen zu betrachten, deren Werke im vergangenen Jahr im Fokus dieses Konzertprojektes standen um einen Überblick zu gewinnen.
Fanny Hensel war als Schwester von Felix Mendelssohn-Bartholdy und Ehefrau des Malers Wilhelm Hensel Mitglied der Berliner Gesellschaft und als Tochter des Bankiers Moses Mendelssohn materiell bestens abgesichert. Ihre gesellschaftliche Stellung verschaffte ihr eine umfangreiche Bildung und eben auch die Möglichkeit zu komponieren, erwies sich allerdings auch als hinderlich um sich als Komponistin zu etablieren. Obwohl ihr Ehemann Wilhelm Hensel seine Frau Fanny stets nachdrücklich in ihren Bestrebungen zu komponieren nachdrücklich unterstützte, tolerierten Vater und selbst ihr Bruder Felix lediglich ihre Ambitionen als Komponistin solange Fanny dieselben im Rahmen organisierter Hauskonzerte auslebte. Ihre gesellschaftliche Stellung und ihre finanziellen Möglichkeiten boten ihr auch den Rahmen, in dem sie ihre Kompositionen zur Aufführung bringen konnte. Zu diesem Zweck organisierte Fanny Hensel in Berlin ihre populären Sonntagskonzerte. Fanny Hensel war auch nicht nur eine brillante Komponistin, sondern auch eine famose Pianistin, allerdings trat sie auch sehr selten außerhalb ihrer Sonntagskonzerte als Klaviervirtuosin auf. Der Veröffentlichung eigener Kompositionen unter ihrem Namen gingen allerdings massive innerfamiliäre Kämpfe mit Vater und Bruder voraus, die ihr ihre Zustimmung dazu verweigern wollten und schließlich nur sehr zögerlich gewährten. Ihr plötzlicher Tod im Alter von 40 Jahren verhinderte eine weitere Entwicklung und trotzdem hinterlässt Fanny Hensel ein bedeutendes musikalisches Erbe, das auch aktuell immer mehr Interesse findet und auch wieder öfter zur Aufführung kommt. Auch ihre Konzertouvertüre in C-Dur wurde in jüngster Zeit unter anderem auch im Rahmen eines Philharmonischen Konzertes in Trier aufgeführt.
Emilie Mayer dagegen stammte aus einer Apotheker-Familie und gehörte zu den ersten Komponistinnen, die sich wirklich als Komponistinnen durchsetzen konnten ohne dass sie selbst eine überragende Karriere als Virtuosin anging oder im familiären Umfeld berühmter Komponisten lebte oder als Prinzessin geboren wurde. Emilie Mayer bekam wohl recht früh Klavier- und Orgelunterricht, fand aber schon schon während ihrer Kindheit Gefallen daran erste Kompositionsversuche anzugehen. Emilie Mayer entwickelte sich über Liedkomposition, Klavierstücken und Kammermusik nach und nach zur Schöpferin großer Orchesterwerke, darunter Symphonien und Emilie Mayer schuf auch ein berühmtes Klavierkonzert. Dazu betätigte sie sich zudem als handwerkliche Künstlerin und schuf ungewöhnliche Skulpturen und Schalen aus Weißbrot, die so geachtet wurden, dass sie einige Zeit sogar im Grünen Gewölbe in Dresden ausgestellt wurden. In der Literatur wird Emilie Mayer gelegentlich sogar die Bezeichnung „weiblicher Beethoven“ angetragen, aber ob sie je so zu ihren Lebzeiten betitelt wurde ist heute umstritten. Zu ihren Lebzeiten gehörte Emilie Mayer zur Riege erfolgreichsten Komponisten überhaupt, aber ihre Werke konnten sich nicht im ständigen Repertoire der Konzerthäuser dieser Welt durchsetzen. Lediglich ihr Klavierkonzert wurde in den vergangenen Jahren ab und an ins Programm aufgenommen.
Während sich erste Komponistinnen, wie Emilie Mayer, in der Epoche der Romantik im 19. Jahrhundert etablieren konnten, folgten nur wenige Jahrzehnte später weitere Komponistinnen ihrem Beispiel. Ende des 19. Jahrhunderts während der Epoche der Spätromantik treten immer mehr Komponistinnen in Erscheinung. In Paris etablieren sich die Schwestern Lilli und Nadia Boulanger nach der Jahrhundertwende als engagierte Komponistinnen und Musikpädagoginnen. Beide stammen aus einer in Paris sehr bekannten Musikerfamilie. Beider Vater Ernest Boulanger war auch Komponist. Während Nadia Boulanger über 90 Jahre alt wurde, wurde ihre Schwester Lili nur 25 Jahre alt Dennoch erlangte Lili Boulanger schon zu ihren Lebzeiten gerade als Komponistin eine große Berühmtheit. Dank ihrer wesentlich längeren Lebenszeit konnte Nadia Boulanger allerdings als Komponistin ein wesentlich größeres Lebenswerk schaffen. Zudem betätigte sich Nadia Boulanger sehr erfolgreich als Kompositionslehrerin und war Professorin vieler bedeutender Komponisten. Ihr prominentester Schüler war sicherlich Astor Piazzola, aber auch Aron Copland, Roy Harris und Philipp Glass gehören zu den denkbar prominentesten Komponisten ihrer Generation. Zu ihrem Freundeskreis gehörten zudem auch Leonard Bernstein, Maurice Ravel und eine enge Freundschaft verband sie mit Igor Strawinsky.
Weit weniger glamourös war das Leben der Afroamerikanerin Florence Price. Florence Price war die Tochter eines Zahnarztes und erhielt Klavierunterricht. Im Alter von 11 Jahre schrieb sie ihre erste Komposition. Nach ihrer Heirat übersiedelte sie nach Chicago und konnte dort die Hochschule für Musik besuchen. Ihre Ehe verlief unglücklich und nach wenigen Jahren folge die Scheidung. In Chicago konnte sie sich als Klavierlehrerin und als Komponistin von populären Songs finanziell über Wasser halten. Als Komponistin wurde sie allerdings erstmals weltweit wahrgenommen als ihre Symphonie in e-Moll zur Eröffnung der Weltausstellung 1933 uraufgeführt wurde. Trotz großer Erfolge konnte sich Florence Price nicht im ständigen Konzertrepertoire behaupten, nach ihrer eigenen Einschätzung, schriftlich festgehalten in einem von ihr verfassten Brief, ging sie davon aus, dass ihr der nachhaltige Erfolg wegen Geschlecht und Hautfarbe versagt geblieben ist.
Margret Bonds war die bedeutendste Schülerin von Florence Price und war auch als Pianistin und Musikpädagogin tätig und hat sich dazu auch für eine Karriere als Komponistin entschieden. Sie blieb ihrer Lehrerin Florence Price stets treu und engagierte sich sehr stark um die Aufführung ihrer Kompositionen. Sie selbst verband eine sehr produktive Beziehung zu dem Lyriker und Schriftsteller Langston Hughes. Beide gemeinsam schufen Lieder-Zyklen, Kantaten und sogar Musicals. Margret Bonds war eine sehr vielseitige Komponistin und Künstlerin. Sie konnte sich zuerst in New York, dann später in Los Angeles als Pianistin und als Musikpädagogin etablieren. Ihr wurden auch zahlreiche bedeutende Preise zuerkannt.
Luise Greger wurde in Greifswald als Tochter eines Viehhändlers geborgen. Sie erhielt sehr früh Klavier- und Kompositionsunterricht und wurde von ihrem Lehrer schon als Kind ermuntert öffentlich aufzutreten. Ihr Lebensweg führte sie nach Kassel. Dort eröffnete und leitete sie gemeinsam mit ihrem Ehemann einen Kuranstalt in Kassel-Wilhelmshöhe. Komponieren konnte Luise Greger nur nebenher und tat das meist am frühen Morgen oder am späten Abend. Luise Greger widmete sich fast ausschließlich der Liedkomposition und veröffentlichtte durchaus erfolgreich ihre Kompositionen im Eigenverlag. Luise Greger hat weit über 100 Lieder komponiert und sogar ein musikalisches Märchenspiel namens Gänseliesel geschaffen.
Josephine Lang war eine Zeitgenossin von Fanny Hensel und Emilie Mayer. Sie stammte aus einer Münchener Musikerfamilie. Die Komponisten Ferdinand Hiller und Felix Mendelssohn-Bartholdy waren mit Josephine Lang befreundet. Felix Mendelssohn-Bartholdy schätze die Kompositionen von Josefine Lang sehr und förderte ihre Bestrebungen zu komponieren und erteilte ihr auch Unterricht. Josephine Lang war mit vielen bedeutenden Musikern und Personen aus dem musikalischen Wirkungskreis bestens bekannt und befreundet, unter anderem mit der berühmten Constanze von Nissen, einst Witwe von Wolfgang Amadeus Mozart. Josephine Lang gehörte auch zum Freundeskreis von Clara Schumann. Josephine Lang konnte sich nur phasenweise in ihrem Leben als Komponistin betätigen und war später vor allem als Musikpädagogin in Stuttgart tätig.
Pauline Viradot, eine der wenigen Schülerinnen von Frédéric Chopin, war neben ihrer Tätigkeit als Komponistin vor allem als weltbekannte Opernsängerin tätig, aber eben auch als Pianistin, auch als Gesangspädagogin und schließlich sogar als Herausgeberin. Komposition spielte in ihrem überaus vielseitigen Leben eine bedeutende Rolle, aber eher eine bedeutende Nebenrolle. Pauline Viradot-Garcia gehörte auch noch zu den Komponistinnen, die wie Maddalena Mezari eben auch als gefeierte Sängerin und Virtuosin auch Kompositionen für sich selbst komponiert hat so wie es viele andere Komponistinnen dann auch getan haben und auch später noch tun würden. Da Pauline Viradot eine berühmte Sängerin war ist es an sich logisch, dass die Liedkomposition in ihrem Werk auch eine herausragende Bedeutung hatte. Ihre ausgeprägten Fähigkeiten als Pianistin waren ihr dabei sicherlich auch sehr nützlich. Ähnlich wie späte Nadia Boulanger führte Pauline Viradot-Gracia auch einen bedeutenden Salon in Paris in dem viele Berühmtheiten der damaligen Zeit ein und ausgingen. Obwohl Pauline Viradot-Garcia weder Schwester noch Gattin eines bekannten Komponisten war, war es doch ihre künstlerische und freundschaftliche Beziehung, ihre zeitweilige Nähe zu Frédéric Chopin, die ihr auch heute noch eine starke Repräsentanz in der Literatur sichert, so dass auch indirekt der Name Pauline Viradot-Garcia im Nachhinein eng mit dem eines bedeutenden Komponisten verbunden ist.
Von Hildegard von Bingen bis heute gibt und gab es Komponistinnen. Keine Komponistin hat es bisher geschafft, dass ihr Name speziell in Verbindung mit ihrer Tätigkeit als Komponistin ins kollektive Bewusstsein unserer Gesellschaft vorgedrungen ist. Es ist allgemein wenig bekannt, dass auch die Mystikerin Hildegard von Bingen sich so intensiv mit Musik beschäftigt hat. Auch heute ist noch keine Komponistin bekannt, die jeder kennt. Dabei gibt es eine Fülle ganz wunderbarer Kompositionen, die vor allem in diversen Archiven schlummern und vielleicht noch auf ihre Wiederentdeckung warten. Darunter befinden sich sicherlich eine Fülle musikalischer Kostbarkeiten, die mehr Beachtung und auch Aufführungen verdienen.
In der Musikgeschichte finden sich darüber hinaus noch viele weitere klangvolle Namen von Komponistinnen, einige haben sogar Opern komponiert wie Louise Bertin, Augusta Holmès oder Ethel Smyth oder unsere Zeitgenossinnen Violetta Dinescu, Mizzy Mazolli, oder Thea Musgrave um nur einige Beispiele zu nennen. Es gibt auch heute sicherlich mehr Komponistinnen als zu anderen Zeiten und Epochen, aber ob deren Namen wegen ihrer Tätigkeit als Komponistinnen sich jemals bis ins kollektive Bewusstsein unserer Gesellschaft vorarbeiten werden bleibt offen. Noch sind Werke von Komponistinnen so wenig bekannt und werden so selten aufgeführt, dass es durchaus Sinn macht gezielt Konzertprogramme zusammenzustellen in deren Rahmen Kompositionen von Komponistinnen aufgeführt werden.
Der Blick in Musikgeschichte mit dem Aspekt des Wirkens von Komponistinnen von Mittelalter bis heute ist daher besonders spannend, zeigt sehr viele Gemeinsamkeiten durch alle Epochen auf und offenbart natürlich auch die Unterschiede und weckt auch das Interesse daran wie Frauen die Geschicke und di Geschichte der Musik durch die Jahrhunderte während ihrer oft abenteuerlichen Lebensgeschichte und mit ungewöhnlicher Willenskraft gegen etliche Widerstände mitgeprägt haben.
Niederlosheim, 14.01.2026
Dieter Finkler
Mein Sommer in Schweden
Ein paar Worte zum Alltag von
Pfarrerin Wiebke Reinhold.
Den Bericht finden Sie unter der Rubrik:
Wort zum Alltag
"Von Drachen und Engeln" hieß es beim September-Familiengottesdienst in Losheim.
Inspiriert von den Drachen, die vielerorts von Groß und Klein steigen gelassen werden, kamen wir am heutigen Sonntag auf den Drachen, von dem die Bibel im Buch der Offenbarung (Kapitel 12,1-10) berichtet. Groß, rot, mit Hörnern und mehreren Köpfen wird er beschrieben. Feuer speien kann er noch dazu, außerdem ist er mit einem starken Schwanz ausgestattet, der alles wegfegen und zertrümmern kann. Dieser Drache verkörpert den Teufel, das Böse und Schlechte.
Als Gegenspieler beruft Gott den Engel Michael auf den Plan.
Mit den anwesenden Kindern wurde eine Schaufensterpuppe Weihnachtsengel gleich angezogen. Weiss gewandet, mit Flügeln und Goldsternchen-Heiligenschein. Ob solch ein Engel mit seiner Botschaft "Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden!“ gegen den bösen Drachen angehen konnte?!.
Nein, war sich die Gemeinde einig. Und dann wurde eine zweite Schaufensterpuppe eingekleidet mit Brustpanzer und Helm, Engelsflügeln, Schulterpolstern und Flammenschwert. Dieser Erzengel Michael war ein würdiger Gegner für den bösen Drachen.
Tatsächlich hat er ihn besiegt, auch weil ihm weitere Engel geholfen haben.
Der Erzengel Michael macht uns darauf aufmerksam, dass wir alle irgendwann und -wo zu Engeln berufen werden können. Ob wir Angst haben oder zu wenig Vertrauen in uns selbst, ist egal, denn Gott traut es uns zu. Das ist wichtig. Er glaubt an uns und an das, was in uns steckt. Wir müssen uns schwierigen Situationen und Versuchungen nicht alleine stellen, gerne können und sollten wir das mit anderen zusammen.
Im Gottesdienst wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass wir alle Michaels-Momente erleben können, dann wenn wir Mut fassen und den nächsten Schritt wagen.
Und damit wir wirklich die Kraft dazu haben, gab es heute dazu selbstgebackene Michaelsbrötchen (von unserer Jugendleiterin Sigrid Hewener) mit einem M darauf wie „Michael" oder „Mut“.
Wir sind gerüstet und gestärkt.
Wir schaffen die nächsten Herausforderungen und übertragenen Aufgaben.
Beim Übernachtungswochenende ging es für alle nach Rom zur Zeit der ersten Christen. Da wir Christen wegen unseres Glaubens an Jesus verfolgt wurden, mussten wir untertauchen und uns
verstecken.
Wir lernten die verschiedenen Handwerkskünste kennen, wir haben gefeiert und uns in den Katakomben versteckt, wo heimliche Andachten stattfanden.
Als wir entdeckt wurden, mussten Gladiatorenkämpfe bestehen.
Wir danke der Firma Leder Becker aus Pirmasens für ihre Unterstützung. Sie haben uns günstig Leder zur Erstellung unserer Sandalen gestellt.
Im Kinderbibeltreff ging es heute um das Thema des Weltgebettages und es wurde eine Reise auf die Cook-Inseln gemacht. Es gab viel zu basteln, Origami-Wale, Papierblumen, das Meer auf einem Pappteller, Haifischzahn-Tattoos und vieles mehr. Zum Nachtisch zauberte Küchenfee Martina den Pazifik samt Fischen.
Es gab Informationen zu dem Leben auf den Cook Inseln in Vorbereitung auf den Weltgebetstag.